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Haspa erhöht die Preise deutlich

Donnerstag, Januar 24th, 2013

Preiserhöhung bei der Hamburger Sparkasse

Fast wäre der Infobrief der Hamburger Sparkasse vom 17. Januar 2013 im Altpapier gelandet. Was aussieht wie ein Werbebrief, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als Ankündigung zu einer faustdicken Preiserhöhung für Geschäftsgirokonten. Ab 01.04.2013 werden für die Kontoführung 7,95 Euro verlangt statt bisher 4,95 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von 3 Euro (über 60%) pro Monat. Und das ist nur der Anfang einer langen Liste von Preiserhöhungen. So verdreifachen sich die Kosten für Bareinzahlungen und Auszahlungen von 60 Cent auf 1,75 Euro, die Preise für Scheckgutschriften werden sieben Mal so teuer als bisher. Die Einrichtung eines Dauerauftrages, Änderung und Löschung war bisher kostenfrei und soll in Zukunft in der Filiale 3 Euro kosten.

Verwunderlich ist, dass es dazu weder eine Presseerklärung gibt, noch ist auf den Haspa- Webseiten irgendein Hinweis auf die Preiserhöhung zu finden. Der Bürger wurde also nicht über die üblichen Medien informiert. Immerhin wurden Geschäftskunden von der Haspa angeschrieben und so über die Erhöhungen in Kenntnis gesetzt. Wer allerdings nicht so genau hinsieht, oder den Brief zusammen mit der übrigen Werbepost ins Altpapier gibt, wird den wichtigen Hinweis, dass – wenn das betreffende Konto nicht bis 31.03.2013 gekündigt wird – die Zustimmung zur Gebührenerhöhung als erteilt gilt. Geschäftskunden der Haspa sollten also bis Ende März die Zeit nutzen, um die Preise der verschiedenen Geldinstitute zu vergleichen. Das wird jedoch nicht einfach – auf den Seiten der Haspa ist jedenfalls keine Preisliste zu finden.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aus unternehmerischer Sicht ist diese völlig legale Art der Information sicherlich nachvollziehbar, denn einige Kunden werden tatsächlich diesen Brief nicht lesen und so der Preiserhöhung zustimmen. Diesem Prozedere haftet deshalb eine gewisse Klammheimlichkeit an und die Banken freuen sich wieder über wachsende Umsätze. Gerade nach den Skandalen in jüngster Zeit sollte den Kreditinstituten mit Argusaugen auf die Finger geschaut werden, Energieversorger weisen schon länger bei Preiserhöhungen deutlich und unübersehbar über die Medien darauf hin.

Am Ende trifft es ohnehin den Kleinunternehmer, Freiberufler und kleine Betriebe. Große Unternehmen werden Sonderkonditionen von den Banken erhalten und sich im Übrigen gegen so weit reichende Preiserhöhungen zur Wehr setzen.

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